Unser Küchenherd mit Pufferspeicher

Ein Küchenherd als vollwertige Holz – Zentralheizung mit Warmwasserbereitung.
Die selbst gebaute, praktische und günstige Lösung für unser kleines Haus.

Ein einfaches Haus mit einer einfachen Heizung

Wir haben uns vor Kurzem ein kleines, altes Schnäppchenhaus im Grünen gekauft.
Zweifellos steckt in einer solchen Immobilie eine Menge Arbeit.
Es soll jedoch kein Luxusdomizil, sondern ein einfach bewohnbares Haus werden.
Da der Winter nicht mehr fern ist, haben wir mit der Heizung begonnen.

Omas Suppe von Omas Ofen

Das Häuschen hat keinen Gasanschluss.
Öl als Energieträger 
kommt für uns nicht in Frage.
Wärmepumpen und anderer Schnickschnack 
passen nicht ins Budget.
Nicht zuletzt haben wir keine Lust auf Abhängigkeit von Konzernen und Kartellen.
Die Entscheidung
 fiel auf einen, mit Holz oder Braunkohle beheizbaren, wasserführenden Küchenherd.
Als „Wohnküchenmenschen“ und Freunde der traditionellen Küche die passende Lösung. 

Am Anfang steht wie immer das Rezept !

Da wir viele Jahre als Installateure in der Sanierungsbranche tätig waren,
geschah die Planung aus dem „Bauch heraus“.
Besonderen Wert legten wir auf preiswertes, nicht etwa billiges Material.

Eine Zentralheizung muss nicht zwangsläufig kompliziert sein

 

Es sollte ein Küchenherd werden, der mit Holz, sowie Braunkohlebriketts befeuerbar ist.
Zusätzlich natürlich ein Pufferspeicher mit integriertem Brauchwasserspeicher.
Der Pufferspeicher funktioniert sozusagen als Batterie.
Sein Inhalt wird vorrangig beheizt bis eine, an einem Schalter*, festgelegte Temperatur erreicht ist.
Erst dann schaltet der Schalter die Heizungspumpe* ein und versorgt die Heizkörper mit Wärme.

Der Brauchwasserspeicher sorgt für warmes Wasser.
Die Kombination der Speicher spart Platz, eine Pumpe, Rohrleitung, sowie Regelaufwand.
Zu beachten ist jedoch, das das Brauchwasser ziemlich heiß werden kann.
Die Warmwasserinstallation sollte daher einen Mischer* beinhalten.
Dieser begrenzt die Warmwassertemperatur durch Zumischung kalten Wassers.
Ein wirksamer Schutz vor möglichen Verbrühungen.

Aus Erfahrungen vergangener Jahre haben wir besonders großflächige Heizkörper gewählt.
Diese funktionieren auch mit geringeren Heizwassertemperaturen noch passabel.

Das einfache Hydraulikschema stammt aus Tschechien von Atmos.

Natürlich ist diese, von überflüssiger Technik befreite, Form der Zentralheizung keine „plug and play“ Variante.
Sie wird allerdings ohne besonderen Wartungsaufwand langfristig und zuverlässig funktionieren.
Die einzige Voraussetzung: wer einen warmen Arsch haben will, muss dafür arbeiten.

Unsere Einkaufsliste

Qualitativ hochwertige Produkte zum angemessenen Preis.
Zuverlässige Lieferung, keine Probleme.

Der Küchenherd:

Ein wasserführender Dauerbrandofen „Juhnberg Ostarius WF“ mit 20 kw.
Nach diversen Preis / Leistungsvergleichen erstanden bei Ebay* aus dem Kaminofenstore.
Ein guter Anbieter, der auch wichtiges Sicherheitszubehör liefert und umfassend berät.

 

Der Pufferspeicher / Kombispeicher

Hier fiel unsere Auswahl auf ein Produkt der Fa. Schindler und Hofmann.
Ein Kombispeicher mit 825 l Volumen und einem integriertem Brauchwassertank mit 220 l Inhalt.
Bezogen haben wir das Teil auch über Ebay*
Vom gleichen Händler kamen das Ausdehnungsgefäß* und der Laddomat* zur Rücklauftemperaturanhebung.

Allgemeines Installationsmaterial:

Wir sind Handwerker der alten Schule und benutzen am liebsten Kupferrohr.
Mangels Presswerkzeug und aus Kostengründen löten wir.
Die Wahl des Rohrsystems bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Eine spezielle Empfehlung können wir, obwohl wir einige kennen, nicht geben.
Von Steckfittingsystemen raten wir jedoch ab.
Kupferrohr, Lötfittings, und vieles mehr wurde von Sanitärhandel 24* preiswert und zuverlässig geliefert.

Heizkörper:

Unsere Heizkörper sind Standard Plattenheizkörper der Marke Buderus
.In allen gängigen Längen und Typen verfügbar bei sandthe-direkt*
Hier erhält man auch die passenden Ventile und Rücklaufverschraubungen.

Der praktische Teil

Wenn man etwas „Vernünftiges“ gelernt hat, keine besondere Herausforderung.
Wichtig ist es, bei der Installation der Anlage keine Sicherheitsarmatur zu vergessen.  

Wichtig ist gutes Werkzeug

Begonnen wird mit den Stemm.- u. Bohrarbeiten, Decken.- und Wanddurchbrüchen.
Stemmarbeiten sollte man auf ein Minimum reduzieren.
Unsere Heizungsinstallation findet in der Regel auf Wänden Platz.
Unter Putz oder im Fußbodenaufbau zu installieren vermeiden wir in der Regel.
Nach den „Drecksarbeiten“ erfolgt eine gründliche Reinigung der Baustelle.
Nichts ist schlimmer wie Chaos und Dreck auf Baustellen.

Der zweite Schritt war die Montage der Heizkörper unter den Fenstern.
Mit den beigefügten, sehr praktischen Halterungen denkbar einfach.
Sorgfältig anzeichnen, 4 Löcher bohren, andübeln, passt.
Wir arbeiten nur mit Akkumaschinen, um Kabelsalat mit integrierten Stolperfallen zu vermeiden.
Der Anschluss der Heizkörper erfolgte wechselseitig.
Die Rohrleitungen wurden in Clipsen über der Fußleiste montiert.
Die offen verlegten Rohrleitungen sind manchem ein Dorn im Auge.
Im Altbau ist es allerdings die einfachste, und für das Bauwerk unschädlichste Lösung.

Die einfache Verteilung für die Heizung mit dem Küchenherd

 

Die Verteilung unserer kleinen Anlage haben wir auf die Rückseite der Küchenwand verlegt.
Direkt am Küchenherd finden sich lediglich die Sicherheitsarmaturen.
Am Pufferspeicher der Thermoschalter und die Heizpatrone*

Die thermische Ablaufsicherung* schützt den Herd vor Überhitzung.
Sie kühlt den Kessel, sollte eine kritische Temperatur erreicht werden.
Sie funktioniert durch Zufuhr kalten Wassers bei gleichzeitiger Ableitung heissen Wassers.
Diese Armatur muss unbedingt vorhanden sein.
Ihr Kaltwasseranschluss darf nicht absperrbar sein, ein Anschluss an den Ablauf ist erforderlich.

Die Kesselsicherheitsgruppe* besteht aus Sicherheitsventil,  Manometer und Entlüfter.
Das Sicherheitsventil schützt die Heizungsanlage vor Überdruck.
Sollte der Druck in der Anlage 3 bar überschreiten, öffnet das Ventil und bläst Wasser ab.
Das Sicherheitsventil sollte am Abfluss angeschlossen sein.

Das Manometer dient zur Kontrolle des Anlagendruckes.
Der Entlüfter entlüftet den Kessel automatisch.

Der Thermoschalter am Speicher schaltet die Heizungspumpe ein, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist.
Die optimale Temperatur findet man durch probieren.
Die Heizpatrone* dient als Zusatzheizung, hauptsächlich aber für eventuelle Warmwasserbereitung im Sommer.

Die Kehrseite unserer Küche

Aus Platzgründen ist das technische Herz unserer kleinen Heizungsanlage auf der „anderen Seite“.
Der Küchenherd beheizt vorrangig den Pufferspeicher.
Hier leistet die Rücklaufanhebung gute Dienste, da sie den Herd schnell auf eine gute Betriebstemperatur bringt.
Das kalte Rücklaufwasser des Pufferspeichers wird vorgewärmt und so eine Korrosion im Herd vermieden.
Der Pufferspeicher wird gleichmäßig beheizt

Wenn der  Pufferspeicher eine eingestellte Temperatur erreicht hat, wird die Heizungspumpe eingeschaltet.
Nun fließt die Wärme aus dem Puffer in die Heizkörper und sorgt für Wohlbefinden in den Räumen.

Das Ausgleichsgefäß regelt den Druck in der Anlage und ist für geschlossene Anlagen zwingend erforderlich.

Da. es sich bei uns um einen Kombispeicher handelt, bereiten wir im Pufferspeicher auch warmes Wasser.
Im Pufferspeicher ist ein Warmwasserbereiter integriert.
Der Anschluss dieses Warmwasserbereiters muss unbedingt eine Speichersicherheitsgruppe* enthalten.

Diese Sicherheitsarmatur  besteht aus einer Absperrung und einem Sicherheitsventil.
In Abhängigkeit vom örtlichen Hauswasserdruck ist gelegentlich ein zusätzlicher Druckminderer erforderlich.
Wenn das Wasser im Boiler aufgeheizt wird, dehnt es sich aus, und das Sicherheitsventil beginnt zu tropfen.
Tropft das Sicherheitsventil ist es in Ordnung.
Tropft es beim Aufheizen nicht oder rinnt es, sollte es gewechselt werden.
Wir montieren diese Armatur immer oberhalb des Speichers, da so der Wechsel des Ventils vereinfacht wird.
Der Warmwasserbereiter muss dazu nicht entleert werden.

Ein weiteres wichtiges Bauteil ist der Brauchwassermischer.
Holzfeuerung ist nicht so einfach kontrollierbar wie z.B. die mit Gas oder Öl.
So kann es passieren, das das Wasser im integrierten Warmwasserspeicher sehr heiß wird.
Um möglichen Verbrühungen vorzubeugen, regelt diese Armatur die Temperatur in der Warmwasserinstallation.

Zum guten Schluss

Leider muss folgender Hinweis sein:
Wir haben den Beruf des Heizungs-u. Lüftungsbauers erlernt und viele Jahre ausgeübt.
Unser Post versteht sich als Bericht über eine Arbeit, die wir  für uns selbst erstellt haben.
Wir üben diese Tätigkeit nicht gewerblich aus.
Haftung für Schäden, die entstehen könnten, falls unser Konzept „abkupfert“ wird, lehnen wir grundsätzlich ab.
Wir sind Affiliate Partner von Ebay und Amazon.
Die mit dem Sternchen (*)  gekennzeichneten Links führen auf Verkaufsseiten von Ebay und Amazon.
Sollte durch unsere Vermittlung ein Geschäft entstehen erhalten wir eine Provision.

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